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Thüko-Tagung gibt wertvolle Impulse

Die Thüko geht aus Ihrer Jubiläumstagung „Schritte ins Morgen“ gestärkt in die Zukunft. Auf der Tagung am 17./18. November an der Technischen Universität Ilmenau standen der Austausch mit gestandenen Initiativen und Projekten und die Diskussion um Zukunftsfelder der MINT-Motivation im Mittelpunkt. Für ihre zukünftige Arbeit erhielt die Thüko wertvolle Impulse.

Eröffnung der Tagung: Dr. Ulrike Struwe (Komm mach MINT), Peter Gemmeke (TMBWK), Silke Augustin (Thüko), Prof. Dr. Jürgen Petzoldt (TU Ilmenau)

Auf ihrer Jubiläumstagung zieht die Thüringer Koordinierungsstelle Naturwissenschaft und Technik positive Bilanz. Neben der kontinuierlichen öffentlichen Diskussion für mehr Frauen in naturwissenschaftlichen- technischen Tätigkeitsfeldern legte die Thüko zahlreiche Projekte zur MINT-Motivation wie der CampusThüringenTour, der Sommeruniversität, Mentoring, das Thüko Speed Dating und diverse Publikationen auf. Die Notwendigkeit für mehr Frauen in den Bereichen von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ist vor den Hintergründen von Innovationskraft, Konkurrenzfähigkeit und Fachkräftelücke nunmehr in vielen Köpfen angekommen. Hochschulen und Wirtschaft setzen zunehmend eigene Programme auf und überlegen genderspezifische Handlungsstrategien zur Umgestaltung von Personalpolitik und Wissenschaftskultur. Auch in der Landespolitik wurde das Erfordernis zu einer zeitgemäßen Technikbildung von jungen Menschen in der Schule als Aufgabe neben der genderspezifischen Berufsbildung erkannt.

Ein Hauptziel der Tagung lag im Austausch mit bereits etablierten Projekten. Dabei kam es auch zum Treffen der beiden in Deutschland am kontinuierlichsten arbeitenden Projekte der MINT-Motivation von jungen Frauen. Auch das rheinland-pfälzische Mentoring-Netzwerk „Ada-Lovelace-Projekt“ verweist neben der Thüko  auf eine fast 15-jährige Geschichte.  Der Austausch der beiden Projekte soll auch in der Zukunft weiter gepflegt werden. Auf der Tagung vorgestellt wurde auch das bundesweite Netzwerk „Komm mach MINT“. Seit 2008 bündelt es die unterschiedlichsten Initiativen von rund 100 Partner/innen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Bildung und setzt Imagekampagnen zur Umgestaltung des öffentlichen Meinungsbildes von MINT-Berufen auf, die bereits erste Früchte tragen.

Außer den Best-Practice-Vorträgen wurden in zwei Workshops mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Hochschule zukünftige Aufgabenfelder der MINT-Motivation diskutiert. Anhand der Automotive-Branche wurde die Frage erörtert, was die MINT-Wirtschaft tun muss, um sich Frauen weiter zu öffnen und den eigenen Fachkräftebedarf zu sichern. Als wesentliche Aufgabenfelder wurden hier die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gerade auch die Förderung der Genderkompetenz bei Unternehmensführung und Personalabteilungen erkannt. In der zweiten Diskussion zum Thema einer gendergerechten Berufs- und Studienberatung wurden die Notwendigkeit zu kontinuierlichen Technikförderung in der Schule in Thüringen auch in den höheren Klassenstufen, die Förderung der Genderkompetenz bei der Aus- und Weiterbildung von Lehrern und die stärkere Vernetzung und Koordination der in Thüringen erfolgreich arbeitenden Projekte zur MINT-Motivation als Ziele  für die zukünftige Arbeit angesehen.

Unterstützt wurde die Tagung von der Initiative Motor Mentoring – neue weibliche Fach- und Führungskräfte für die Zukunft der Automotive-Industrie in Thüringen.