Elektrotechnik

Ohne Strom ist unsere heutige Welt einfach undenkbar

Das Elektrotechnik-Studium ist eines der vielfältigsten überhaupt. Über Energie- und Informationstechnik bis hin zu Mikro- und Nanoelektronik kann alles Bestandteil deines Studiums sein. Diese breitgefächerten Möglichkeiten geben dir später die Chance, in deinem Beruf in unterschiedlichsten Fachrichtungen richtig durchzustarten, denn ElektrotechnikerInnen sind besonders gefragt.

Hast du dich auch öfters gefragt, wie der Strom überhaupt in die Steckdosen kommt oder wie ein Elektroauto genau funktioniert? Dann ist ein Studium der Elektrotechnik vielleicht etwas für dich. „In Deutschland fehlen rund 80.000 Ingenieure“, sagt Lars Funk vom Verein Deutscher Ingenieure. Nach dem Studium hast du in der Regel die Wahl und kannst dir deinen Job aussuchen. ElektrotechnikerInnen können beispielsweise in der Automobilindustrie, Serienfertigung, Kommunikationsbranche oder im Energiesektor tätig sein. Tina Lackmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI), betont: „Als Ingenieur arbeite ich an Lösungen für große gesellschaftliche Probleme und gestalte die Zukunft – ob Energieversorgung, Mobilität, Bio- oder Nanotechnologie.“

In deinem Beruf als Elektrotechnikerin bist du Zukunftsweiser, Taktiker und Problemlöser in einem. Mit deinen Kollegen und Kolleginnen arbeitest du an der optimalen Lösung einer Aufgabe und darfst dabei das Große und Ganze, Qualität und Finanzen nicht aus deinem Blickfeld verlieren.

Rund um Elektrotechnik

Hohe Zuwachsrate durch Frauen

Hohe Zuwachsrate durch Frauen

Im Jahr 2012 haben 10,2 Prozent mehr Frauen das E-Technik Studium aufgenommen als im Vorjahr! Zudem entscheiden sich wegen der vielen Vorteile insgesamt rund 7,4 Prozent mehr angehende Studierende für Elektrotechnik. Der Gesamtanteil von Frauen im Elektrotechnik-Studium beläuft sich auf 10,3 Prozent. Damit hast du mehr Mitstreiterinnen als beispielsweise im Informatik-Studium. Wenn du Geschick für Mathematik und Physik hast und dich nicht scheust, Herausforderungen im Studium anzunehmen, ist ein Elektrotechnik-Studium genau das Richtige für dich.

Von durchschnittlichen Schulnoten nicht entmutigen lassen

Auch mit durchschnittlichen Schulnoten kannst du durch Neugier, etwas technischem Verständnis und Durchhaltevermögen das Studium mit guten Noten abschließen. In den ersten Semestern wird viel Mathematik Theorie gelehrt. In den folgenden Semestern aber wird es zunehmend praxisorientierter. Ab dem dritten Lehrjahr machst du im Labor viele spannende Experimente und kannst den Alltagsfragen mit deinem erworbenen Wissen auf den Grund gehen. Später kannst du dir dann deine eigenen Schwerpunkte setzen und dich somit optimal auf deinen späteren Beruf vorbereiten. Das typische Berufsbild von Schaltkreisen bauen und löten kannst du zwar bedienen, aber auch im Vertrieb oder Marketing werden deine Kenntnisse geschätzt.

Grund 1 für E-Technik: Fantastische Einstiegsgehälter in allen E-Technik Berufen

Als EinsteigerIn bist du in der Elektrotechnik begehrt und wirst bestens bezahlt. Du erhältst laut absolventa.de 40.000 Euro. Später steigert sich dein Gehalt auf durchschnittlich rund 50.000 Euro. Am meisten verdienst du im Maschinenbau, in der Autoindustrie oder im Pumpen- und Schiffsbau. Als BachelorabsolventIn verdienst du am Anfang deiner beruflichen Laufbahn bereits durchschnittlich 3.000 Euro. Das Gehalt ist natürlich abhängig von deinem Unternehmen, deiner Position und deiner genauen Berufsausbildung. Einige BerufsanfängerInnen verdienen daher bereits gleich als Einstiegsgehalt rund 8.000 Euro. Zusätzlich bieten dir viele Firmen noch attraktive variable Gehaltsbestandteile. Das kann ein Diensthandy oder auch ein Firmenwagen sein. Einige Firmen werden dich bei guten Leistungen sogar gezielt anwerben und dir diese Vorteile direkt anbieten.

Grund 2 für E-Technik: Arbeit in den unterschiedlichsten Branchen

Bei der Planung von riesigen Kraftwerken mitwirken oder sich lieber am Mikroskop mit Nano- und Mikrotechnologie beschäftigen – in diesen riesigen Dimensionen ist alles für dich möglich. Die ganze Bandbreite, die etwas mit Strom oder Daten zu tun hat, steht dir als Arbeitsfeld zur Verfügung. Du kannst für dich selbst entscheiden, ob du schöpferisch tätig sein und bei dem Bau von neuen Maschinen helfen möchtest oder lieber deren Planung am Computer übernimmst.

Auch steht dir die volle Auswahl zwischen freier Wirtschaft, öffentlichem Dienst oder der Forschung und Entwicklung offen. Um dir nur einige Beispiele für Berufsfelder zu nennen: die Rundfunk- und Nachrichtentechnik, Automobilindustrie, Energiekonzerne, Handyfirmen und Hersteller von Medizintechnik suchen dich dringend. Weitere interessante Branchen sind die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Verkehrstechnik oder der Maschinen- und Anlagenbau.

Ein rund zweimonatiges Praktikum vor Studienbeginn wird empfohlen, damit du zum einen siehst, welches Fachgebiet dich anspricht und zum anderen, welche Aufgaben dir gut liegen.

Grund 3 für Elektrotechnik: Spannenden Alltagsfragen auf den Grund gehen

Wie funktioniert mein DVD-Player? Wie wird mein Smartphone mit Strom versorgt? Wie kann erneuerbare Energie gespeichert werden? Wie werden Daten am schnellsten übertragen? Auf all diese Alltagsfragen wirst du nach den ersten Semestern antworten haben.

Viele Absolventen und Absolventinnen bezeichnen die ersten Semester eher als Durststrecke voller Theorie, die allerdings stets einen Praxisbezug hat. ElektroingenieurInnen beschäftigen sich mit den Lösungen unserer Alltagsprobleme, beispielsweise verbessern sie unsere drahtlosen Wege für Datenübertragung stetig und leisten somit einen wichtigen Beitrag für unser aller Informationsbedürfnis.

Elektrotechnik beschäftigt sich im Allgemeinen mit allen Geräten und Verfahren, die mit Elektrizität funktionieren – du wirst am Ende deines Studiums dank der Elektrotechnik-Brille, durch die du dann die Welt betrachten kannst, auch fast alle Geräte und Verfahren verstehen können.

Grund 4 für Informatik: Gut ausgebildete InformatikerInnen müssen sich nie um einen Job sorgen

Einige Prognosen weisen darauf hin, dass selbst die nächsten 20 Jahre für InformatikerInnen eine sorglose Zeit sein werden. Denn welches Unternehmen sucht heutzutage keine IT-Spezialisten?

So hat laut spiegel.de sogar jedes dritte Stellenangebot von Bosch einen IT-Bezug. Informatiker arbeiten nämlich längst nicht mehr nur in IT-Unternehmen, sondern angefangen bei Medizintechnik- , Logistik-, Medien-, Automobil- über Industrieunternehmen ist wirklich alles denkbar. Im Herbst 2012 gab es laut dem IT-Verband Bitkom allein in Berlin 43.000 offene Stellen für IT-Fachkräfte in verschiedensten Unternehmen. In der IT-Branche selbst sind im letzten Jahr 10.000 neue Arbeitsplätze entstanden- Tendenz steigend. In den meisten Unternehmen sind sogar die InformatikerInnen die am meisten eingestellten neuen Mitarbeiter.

Also kannst du dich mit ein wenig Durchhaltevermögen, mathematischen Kenntnissen und Abstraktionsvermögen auf eine gesicherte Zukunft freuen.