Informatik

Kreativ in virtuelle Welten eintauchen

Wenn du als Frau ein Informatik-Studium beginnst, liegst du voll im Trend. 2013 haben sich so viele Frauen wie noch nie für Informatik entschieden! 11.426 Studienanfängerinnen haben ihr Studium begonnen- das ist ein Anstieg um 14 Prozent innerhalb eines Jahres. Immer mehr kommen auf die Idee, dieses faszinierende Fach zu studieren. Aber warum? Gründe für den Studienbeginn, das Studienangebot in Thüringen und die Faszination rund um die virtuellen Welten möchten wir dir in unserer neuen Thüko-Themenreihe vorstellen.

 

Informatik ist heutzutage omnipräsent. Schon lange kann man Abstand nehmen vom typischen Bild eines Informatik-Studierenden: ungepflegt, kein Interesse am realen Leben und nur am Computer sitzend – das ist wirklich kein Thema mehr! Führe dir vor allem eines vor Augen: du möchtest in deinem späteren Beruf anderen Menschen mit deinen Programmen und IT-Lösungen Arbeit abnehmen. Dazu brauchst du Einfühlsamkeit, Lust auf Knobeln und nicht zuletzt viel Kommunikation mit deinen Mitmenschen, um ihre Probleme zu verstehen. Aufgabenstellungen können sehr vielfältig sein: entwickle in einem Team Pflegeroboter für alte Menschen, schreibe ein Programm, das Studienendnoten zuverlässig ausrechnet und natürlich kannst du am Ende deines Studiums auch das beliebte Spiel „Snake“ nachprogrammieren. 


„Für einen dauerhaft höheren Anteil von Frauen in der Informatik stehen die Zeichen so günstig wie nie zuvor, der hohe Fachkräftebedarf in der Branche, nachhaltige Initiativen in den Unternehmen für die Übernahme von Führungsverantwortung durch Frauen und eine politische Debatte für mehr Gendergerechtigkeit greifen ineinander und erzeugen den Kulturwandel, den wir brauchen“ sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Als Informatiker/in steht dir die Welt offen, denn welches Unternehmen kommt heutzutage ohne Computer aus? Dinge, die du mitbringen solltest, sind Begeisterung, eine Affinität zu logischem Denken und Teamfähigkeit Alle grundlegenden Kenntnisse rund um die Informatik lernst du während deines Studiums. Die Programmierung anwenderfreundlicher Nutzeroberflächen, Verständnis von Software- Architekturen, Konzeption von Websites sowie Datenbankerstellung oder -verwaltung – alles am Ende kein Problem für dich. Du entscheidest während deines Studiums selbst, was dir am meisten Spaß macht und in welche berufliche Richtung du später gehen möchtest.

Rund um Informatik

Gestalten, Forschen, Entwickeln – Informatik ist unsere Zukunft

Gestalten, Forschen, Entwickeln – Informatik ist unsere Zukunft

Du kannst Probleme deiner Mitmenschen gut nachvollziehen und analysieren? Du möchtest die Zukunft des Internets mitgestalten und verstehen? Du bist fit in Mathe und verstehst gängige englische Begriffe? Du kannst gut im Team arbeiten und kreative Lösungsansätze finden? Dann bist du die geborene Informatikstudentin! International gibt es bereits viele glänzende Karrieren von Informatikerinnen zu verzeichnen – hier in Deutschland leider noch nicht sehr viele. Aber du kannst das ändern. Werde Informatikerin und freue dich auf eine große Vielfalt an Unternehmen und Tätigkeitsbereichen, eine niedrige Arbeitslosigkeit und tolle Möglichkeiten von Dienstreisen bis hin zu viel Verantwortung.

Studienstandorte - Informatik in Thüringen studieren

In Thüringen gibt es zahlreiche Möglichkeiten für dich, dein Interesse an der Informatik zu vertiefen und zu studieren. Natürlich kannst du auch immer die Möglichkeit eines dualen Studiums in Betracht ziehen. Für alle Studienorte bezahlst du, wie überall in Thüringen, keine Studiengebühren und der Studiengang ist zulassungsfrei.

Du kannst an folgenden Hochschulen und Universitäten Informatik studieren:

http://www.tu-ilmenau.de/studierende/studium/studienangebot/bachelor/bachelor-informatik/ Die TU Ilmenau bietet euch einen Bachelor- und einen Masterstudiengang in Informatik an. Die Universität wirbt damit, dass dir in deiner Ausbildung grundlegenden Prinzipien, Konzepte und Methoden der Informatik in der fachlichen Breite, auf die in einem wissenschaftlich und fachlich vertiefenden Master-Studiengang oder in einer beruflichen Tätigkeit aufgebaut werden kann, vermittelt werden.

http://www.hs-schmalkalden.de/studium/studienangebot-hs-schmalkalden/bachelor-studiengaenge/informatik-bsc.html Die Fachhochschule Schmalkalden hat rund 2.500 Studierende und zeichnet sich dadurch aus, dass du neben der theoretischen Ausbildung Praxissemester absolvieren darfst.

https://ai.fh-erfurt.de/studium/bachelor-angewandte-informatik/ – Eine weitere Möglichkeit hast du an der Fachhochschule Erfurt. Hier studierst du Angewandte Informatik im Bachelor oder Master. Ein Vorteil ist hier, dass du deinen berufsqualifizierenden Abschluss erlangen kannst und somit auch deine Studiendauer verkürzen kannst.

http://www.hs-nordhausen.de/studium/fb-ing/informatik/ An der Hochschule Nordhausen wird es technischer. Hier studierst du technische Informatik im Bachelor und darfst dich kniffligen Fragen rund um die Informatik stellen.

http://www.eah-jena.de/fhj/fhjena/de/studium/Studienangebot/Bachelorstudiengaenge/etit/ti/Seiten/vertiefung-technische-informatik.aspx – In Jena wird an der Fachhochschule mehr Wert auf die technische Seite der Informatik gelegt – du siehst wieder wie vielfältig dieser Studiengang ist! Die technische Informatik ist ein Teilgebiet, das in besonderer Weise die Verknüpfung und Wechselwirkung von Hard- und Software und deren Integration in Geräte, Maschinen, Anlagen, Fahrzeuge, Konsumgüter usw. berücksichtigt.

http://www.fmi.uni-jena.de/ – Ebenfalls in Jena kann man an der Universität sogar mehrere unterschiedliche Informatikstudiengänge belegen. Ob als Ergänzungsfach, Angewandte Informatik, Bioinformatik oder reine Informatik – hier hast du die Qual der Wahl.

https://www.uni-weimar.de/de/medien/studium/medieninformatik-computer-science-for-digital-media-hci/ -Und zum Schluss kannst du natürlich auch in Weimar studieren. An der Bauhausuniversität liegt der Fokus auf Medien.

Du vereinst gute Mathematik- und Englischkenntnisse

Um dir deinen Einstieg noch leichter zu machen, solltest du gute Noten in Mathematik und Englisch mitbringen, vielleicht auch Informatik in der Schule belegt haben. Warum? Da die meisten Programmiersprachen englische Begriffe enthalten und dir so eine internationale Karriere mit spannenden Dienstreisen offen steht. Mathematik brauchst du für grundlegende Berechnungen und Algorithmen. Doch du musst keine Angst haben, dass Mathematik so trocken ist wie in der Schule, denn du wirst die Anwendungen direkt selbst in den Rechner einspeisen. Wenn dir das alles Spaß macht und du vielleicht sogar schon erste kleine Programme programmiert hast, kann nichts mehr schief gehen.

Grund 1 für Informatik: Informatik-Studiengänge nur für Frauen

Du bist dir unsicher, ob du dich neben dem großen Männeranteil im Studium behaupten kannst oder möchtest? Du suchst gleichgesinnte ambitionierte, junge Frauen, die das Gleiche machen möchten wie du? Bestens – denn hast du gewusst, dass es Informatik-Studiengänge nur für Frauen gibt? Um dich noch besser vorzubereiten und deine Stärken optimal einzusetzen, kannst du dich dort voll entfalten.

Derzeit gibt es fünf Angebote für Ingenieurswissenschaften, unter anderem speziell für Informatik. Für die Zulassung benötigst du Abitur oder die Fachhochschulreife. Du musst keineswegs Angst haben, dass du gleich am ersten Tag komplizierte Vorgänge verstehen musst. Schritt für Schritt kannst du dir ganz entspannt unter Mädels deinen Wissensschatz aneignen. Natürlich kannst du auch später deine gewonnenen Kontakte und Freundschaften bestens einsetzen und profitierst von einem starken Netzwerk aus anderen Informatikerinnen.

Grund 2 für Informatik: Informatik-StudentInnen sind die Weiterentwickler des Internets

Hotels für den Urlaub buchen, neue Freunde finden, Informationen für Vorträge suchen, Kleidung bestellen, Nachrichten live verfolgen – man könnte die Aufzählung endlos weiter fortsetzen. Denn was haben alle diese Dinge gemein? Sie sind so viel leichter für die Menschen seit es das World Wide Web gibt! Und du kannst dafür sorgen, dass es noch einfacher wird und das Internet sich stetig weiterentwickelt.

Du denkst dir neue Funktionen aus, die das Internet noch leichter bedienbar und viel schneller machen, als es derzeit möglich ist. Deiner Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Denn Kreativität und Informatik passen sehr gut zusammen. Du kannst das Layout deiner Websites bestimmen und umsetzen sowie innovative neue Konzepte für Firmen entwickeln.

Auch kann es zu deinen Aufgaben gehören, dass der Datenschutz gewährleistet ist und die Bevölkerung nicht von Datendieben und Hackern ausgespäht wird. Dabei kann es sogar vorkommen, dass du selbst an speziellen Hacker-Seminaren teilnimmst und lernst, die Sicherheitslücken deiner eigenen Websites selbstständig zu erkennen und zu schließen.

Grund 3 für Informatik: Von Berufsalltag keine Spur!

Routine, die normale Jobs nach ein paar Jahren zwangsläufig entwickeln? Kennen InformatikerInnen nicht. Denn auf aufgrund der schnellen Entwicklung des ganzen Fachgebiets lernst du ständig überraschende neue Dinge.

Eine spannende Entwicklung der letzten Jahre ist beispielsweise Augmented Reality (AR), zu Deutsch “erweiterte Realität”. Hier werden computergestützte und real wahrgenommene Eindrücke zu einem Ganzen verschmolzen. Das kann eingesetzt werden, um den Nutzern Zusatzinformationen zur Verfügung zu stellen. Anwendung findet Augmented Reality schon in der Automobilbranche und vielen anderen Wirtschaftszweigen.

Das alles klingt interessant für dich? Dann sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass die TU Ilmenau in Thüringen ein exzellentes Fachgebiet nur zu diesem Thema hat, bei dem du mitforschen könntest.

Mehr dazu unter: http://www.tu-ilmenau.de/vwds/forschung/

Grund 4 für Informatik: Gut ausgebildete InformatikerInnen müssen sich nie um einen Job sorgen

Einige Prognosen weisen darauf hin, dass selbst die nächsten 20 Jahre für InformatikerInnen eine sorglose Zeit sein werden. Denn welches Unternehmen sucht heutzutage keine IT-Spezialisten?

So hat laut spiegel.de sogar jedes dritte Stellenangebot von Bosch einen IT-Bezug. Informatiker arbeiten nämlich längst nicht mehr nur in IT-Unternehmen, sondern angefangen bei Medizintechnik- , Logistik-, Medien-, Automobil- über Industrieunternehmen ist wirklich alles denkbar. Im Herbst 2012 gab es laut dem IT-Verband Bitkom allein in Berlin 43.000 offene Stellen für IT-Fachkräfte in verschiedensten Unternehmen. In der IT-Branche selbst sind im letzten Jahr 10.000 neue Arbeitsplätze entstanden- Tendenz steigend. In den meisten Unternehmen sind sogar die InformatikerInnen die am meisten eingestellten neuen Mitarbeiter.

Also kannst du dich mit ein wenig Durchhaltevermögen, mathematischen Kenntnissen und Abstraktionsvermögen auf eine gesicherte Zukunft freuen.