Komm, mach MINT, Mädchen!

Medizintechnik

Technologien für mehr Lebensqualität

Eine Welt ohne Röntgengeräte, Ultraschall oder neueste Operationstechniken? Kaum noch vorstellbar! Die Durchleuchtung des menschlichen Körpers zur Diagnose und Früherkennung von Krankheiten oder sichere operative Eingriffe nehmen einen immer größeren Stellenwert ein. Vor einiger Zeit war daran noch nicht zu denken und heute sind die Möglichkeiten umso vielfältiger.

Doch wer steckt hinter diesen Entwicklungen? Wer sorgt dafür, dass schwache Herzen durch Implantate wieder im Rhythmus schlagen, kranke Augen dank der Chirurgie wieder zum sehen können und taube Ohren aufgrund moderner Implantate und Geräte der Vergangenheit angehören? Richtig, die Medizintechnik!
Besonders die Gesundheit und das Wohl des Menschen stehen im Mittelpunkt des Fortschritts. Als größter industrieller Sektor gilt heutzutage die Gesundheitsindustrie. Die Nachfrage nach Medizintechnikern und Medizintechnikerinnen ist groß und das Studium in diesem Bereich kann dir so manche Tür öffnen. Vielleicht erfindest du ja schon bald die nächste medizintechnische Neuheit, die Leben retten kann?

 

Rund um Medizintechnik

Medizintechnik - Der Wachstums- und Jobmotor der Gesundheitsindustrie

Medizintechnik - Der Wachstums- und Jobmotor der Gesundheitsindustrie

Laut der Weltgesundheitsorganisation ist Gesundheit „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit und Gebrechen“. Um diesen Zustand beizubehalten, spielen nicht nur die Medizin und das Fachwissen von Ärzten und Pflegepersonal eine große Rolle. In keinem anderen Feld wird der Einzug der Technik so hoch geschätzt wie im Gesundheitswesen.

Vom Fieberthermometer bis zur Magnetresonanztomographie – medizinische Geräte gehören zum Alltag von Ärzten und Pflegepersonal dazu, denn ohne sie wäre die Diagnose und Therapie von Krankheiten heute nicht mehr denkbar. Medizinprodukte können Leben retten, heilen, helfen und somit die Lebensqualität verbessern. Medizintechnik ist also der Motor der Gesundheitsversorgung und zwar in zweierlei Hinsicht.

Medizintechnik als Wachstumsmotor der Wirtschaft

Medizintechnologien sind innovativ, unentbehrlich und effizient. Beispiele sind Geräte für Diagnostik, Chirurgie, Implantate oder OP-Materialien. Künstliche Gelenke sorgen für schmerzfreie Bewegung und kardiologische Implantate bringen schwache Herzen wieder in den richtigen Rhythmus. Menschen vertrauen der Medizintechnik, auch dadurch wird dieser Bereich zu immer neuen Innovationen angeregt. Letztendlich treibt die Branche mit ihren Entwicklungen die Wirtschaft weiter voran. Die Medizintechnik ist ein wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor. Insgesamt 4,4 Millionen Menschen arbeiten im Gesundheitswesen (Stand: 2009). Die Kernbranche der Medizintechnik beschäftigt in Deutschland insgesamt rund 170.000 Menschen in über 11.000 Unternehmen. Zusätzlich sind 29.000 Mitarbeiter im Einzelhandel für medizinische und orthopädische Güter tätig. Auch bei den Umsätzen dieser Branche zeichnet sich eine positive Bilanz ab. Sowohl im In- als auch im Ausland kann Deutschland Milliarden von Euro mit medizinischen Innovationen umsetzen. Die Unternehmen der Medizintechnologie tragen damit zu einer positiven Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland bei.

Grund 1 für Medizintechnik: Medizintechnik schafft neue Arbeitsplätze

Klar, dass hier auch immer wieder neues Fachpersonal gebraucht wird, das an diesen Entwicklungen mitwirkt. Nur mit gut ausgebildetem Personal können die Unternehmen ihre Position halten. Letztendlich hängt auch die Innovationskraft der Unternehmen von der Qualifikation der Fachkräfte ab. Du kannst die Medizintechnik also auch als Jobmotor betrachten, denn MedTech-Unternehmen schaffen immer wieder neue Arbeitsplätze. Speziell im Ingenieurbereich der Medizin- und Pharmatechnik sind sehr gute Berufs- und Karrierechancen für dich in Sicht. Diese Entwicklung wird mit Sicherheit auch so bleiben, denn Krankheiten können jederzeit und unerwartet auftreten. Zudem steigt der Bedarf an Gesundheitsleistungen und Patienten investieren immer mehr bereitwillig in ihre Gesundheit. Informiere dich auf unseren Seiten über Möglichkeiten eines Studiums in diesem Bereich!

Grund 2 für Medizintechnik: Bereits im Studium vielseitig sein

Bereits im Studium kannst du von der Vielfältigkeit der Fachgebiete profitieren und dich spezialisieren. Medizin ist jedoch nicht alles – verschiedene ingenieurwissenschaftliche, technische und naturwissenschaftliche Wissensbereiche sind für den Gesundheitssektor ebenso unverzichtbar und daher auch für dich im Studium besonders relevant.

Spielst du mit dem Gedanken in diesem Bereich tätig zu werden, solltest du daher bestenfalls mehr als ein rein medizinisches Interesse mitbringen. Studenten der Medizintechnik bündeln Kompetenzen und Fertigkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen, denn nur wer die menschliche Physiologie und die passenden Diagnosemethoden kennt, kann sinnvolle Apparate konstruieren. Daher gehören Veranstaltungen aus der Mathematik und den Naturwissenschaften ebenso zum Studium dazu, wie auch die Ingenieurwissenschaften und Informatik. Aus diesem Grund solltest du ein breites technisches Interesse mitbringen, nicht zuletzt weil sich die Medizintechnik auch Technologien, wie der Mikrosystem- und Feinwerktechnik und der Nano-Technologie sowie dem Wissen aus der Laser- und Materialforschung, bedient.

Erfüllst du diese Anforderungen, kannst du bereits im Studium von der Vielfältigkeit der Fachgebiete profitieren. Im Bereich Gesundheit und Technik hast du die Wahl zwischen interessanten Studienfächern – sei es die Biomedizinische Technik, die Biotechnologie, die Optometrie oder die Augenoptik im Speziellen. Mehr Informationen zu verschiedenen Studienmöglichkeiten in Thüringen erhältst du in unserer Rubrik „Medizintechnik in Thüringen studieren“.

Grund 3 für Medizintechnik: Das Leben von Menschen verbessern

Ohne ausgeklügelte Technik ist der hohe Standard in unserem Gesundheitswesen kaum zu halten und auch nicht vorstellbar. Die Entwicklungen schreiten weiter voran, immer mit dem Ziel vor Augen, den Menschen ein unbeschwertes Leben zu ermöglichen.

Um den Fortschritt noch weiter voranzutreiben, wurden und werden stetig neue Projekte ins Leben gerufen. Große Fortschritte werden derzeit in der Informations- und Kommunikationstechnologie erzielt – zum Beispiel bei der Erstellung elektronischer Patientenakten. Intensiv wird auch an neuen bildgebenden Systemen zur Frühdiagnostik geforscht, an der Robotik bei chirurgischen Eingriffen und an der Vernetzung medizintechnischer Geräte mit der IT-Infrastruktur von Krankenhäusern. Ein Innovationsfeld stellt darüber hinaus die In-vitro-Diagnostik zur Überwachung therapeutischer Maßnahmen dar. Eines ist dabei allen Projekten gemein – sie haben das Ziel die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Hast du schon einmal etwas von einem Herzschrittmacher mit WLAN-Funktion gehört? Einem Mini-U-Boot in der menschlichen Blutbahn, das beim Aufspüren von Krebszellen helfen soll? Oder Sehprothesen für Blinde? – Dies sind nur einige von vielen Projekten, die von Medizintechnikern und Medizintechnikerinnen in Angriff genommen werden.

Grund 4 für Medizintechnik: Die Branche der Medizintechnik boomt

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Menschen, wächst der Bedarf an innovativen Techniken und Technologien, Arzneimitteln und Hilfsmitteln immer weiter. Damit wird der Einzug der Technik in keinem anderen Lebensbereich stärker begrüßt als in der Medizin.

Zur Entwicklung medizintechnischer Gerätschaften und Verfahren zur besseren Erkennung und Behandlung von Krankheiten werden natur- sowie ingenieurwissenschaftliche Prinzipien mit denen der Medizin kombiniert. So werden beispielsweise Kenntnisse aus dem Bereich der Technik mit den medizinischen Sachkenntnissen von Ärzten verknüpft, um Röntgengeräte, Computer- und Kernspintomographen oder augenoptische Geräte neu- bzw. weiterzuentwickeln. Noch dazu sind deutsche medizintechnische Produkte auf der ganzen Welt gefragt. Hierzulande konzentriert sich die Branche in hohem Maß auf internationale Märkte: Weit mehr als 50 Prozent der Produkte gehen in den Export, der Umsatz wächst stetig.

Grund 5 für Medizintechnik: Sehr gute Berufsaussichten

Gesundheit ist und bleibt ein wichtiges Thema. Damit bietet dieser Lebensbereich die besten Chancen für für Ein- und Aufsteiger – also vielleicht auch für Dich!

Das Wachstum der Medizintechnik wirkt macht den Sektor zum Jobmotor. Gut für dich, denn auf Interessierte warten zahlreiche Jobs und sehr gute Karriereperspektiven. Erwähnenswert sind hier beispielsweise die in Deutschland ansässigen Firmen: Fresenius Medical Care, Siemens oder Dräger. Aber auch internationale Firmen bieten dir vielfältige Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Neben Deutschland, sind auch die USA und Japan wichtige Märkte. Neueinstellungen in unterschiedlichen Bereichen werden jedoch nicht nur von großen, sondern auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen geplant. Hochschulabsolventen haben folglich hervorragende Zukunftsaussichten. Noch dazu werden Praktikanten sogar häufig direkt nach dem Studium übernommen. Du siehst, die Beschäftigungsbereiche und Karrierechancen sind vielfältig.

Grund 6 für Medizintechnik: Medizintechnikerinnen und -techniker: universell einsetzbar

So vielfältig wie die neuen Entwicklungen im Gesundheitssektor sind auch die Einsatzfelder von Medizintechnikerinnen und Medizintechnikern. Technische Geräte werden nicht nur entwickelt…

…sondern auch installiert, gewartet oder repariert. Auch das erwartet angehende Medizintechniker/innen: Ein spannendes Arbeitsumfeld mit immer neuen Entdeckungen. Medizintechniker/innen sind universell einsetzbar – ob in Krankenhäusern, Dialysezentren, der Industrie oder in der Forschung. Sie sind sowohl Ansprechpartner für Ärzte als auch für Patienten und das Verwaltungspersonal. Begleitet wird dies von dem guten Gefühl, durch das eigene Wissen anderen Menschen zu helfen, die Arbeit von Ärzten in Praxen und in Krankenhäusern zu vereinfachen und zu verbessern als auch dafür zu sorgen, dass Patienten immer besser versorgt werden können.